Zwenkau – Leipzig: Zwei Rennen, eine Tradition

In den fünfziger Jahren gab es neben der allseits bekannten Friedensfahrt auch große Eintagesrennen. Das wohl bekannteste und zugleich härteste war unter dem Namen „Rund um die Braunkohle“ bekannt und bei Radsportlern ebenso beliebt wie gefürchtet. Radsportidole wie Gustav Adolf Schur oder Klaus Ampler reihten sich in die Siegerliste ein und qualifizierten sich somit für den „Course de la Paix“.

Zu hohem Stellenwert gelangte das Rennen in den Jahren 1958 bis 1969 in der ehemaligen DDR, wo es als eines der Qualifikationsrennen zur Bildung der Friedensfahrtmannschaften gewertet wurde. Auch hier gab es unterschiedliche Bezeichnungen, darunter über einige Jahre den „Großen Preis des Neuen Deutschlands“. 1958 wurde eine „Zweietappenfahrt“ ausgetragen mit einem 3,5 km Rundkurs am Samstagabend über gesamt 105 km und am Sonntag ein Rennen über 170 km.
Seit 2004 wird das Rennen in seiner jetzigen Form ausgetragen und hatte für lange Zeit auch den Status eines Profirennens. 2014 erfolgte dann der erfolgreiche Umzug nach Leipzig, seither starten und enden die „neuseen classics – rund um die braunkohle“ im Schatten des Völkerschlachtdenkmals. Die Strecke führt jedoch weiterhin durch das Gelände des Braunkohlebergbaus – heute besser bekannt als das Leipziger Neuseenland.

(Quelle: HISTORISCHE FAHRRÄDER e.V.)

Rund um die Braunkohle (1955 – heute)

Rund um Leipzig (1904 – 1989)